Neue Hallen für die Zukunft der Zerspanungstechnik

In der TARTLER Group fließen rund 3,5 Millionen Euro in den Ausbau von ZT Odenwald

Die Inbetriebnahme des neuen Werks von ZT Odenwald steht kurz bevor. Vor elf Jahren als Mitglied der TARTLER Group gestartet, gilt das Unternehmen heute als Spezialist auf dem Gebiet der modernen Zerspanungstechnik. Es realisiert hochpräzise Komponenten aus allen gängigen Metallen und gewinnt zunehmend an Attraktivität für Baugruppen- und Systemhersteller in Fluidtechnik, Lebensmitteltechnik, Luftfahrtindustrie und anderen Branchen. Der Neubau verschafft auch der TARTLER GmbH neue Freiräume zum weiteren Kapazitätsausbau.

Insbesondere mit der Realisierung komplexer Zerspanungsteile, bei deren Herstellung hohe Anforderungen an die Genauigkeit zu berücksichtigen sind, hat sich ZT Odenwald inzwischen einen Namen gemacht. Fertigungstechnisch konzentriert sich das Unternehmen auf das Fräsen, Drehen und Lasern, wobei sämtliche Bauteile einbau- und montagefertig ausgeliefert werden – auf Kundenwunsch auch inklusive gelaserter Produktcodes, Seriennummern und Firmenlogos. Dank verschiedener Technologie-Partnerschaften zu Spezialisten der Oberflächentechnik kann ZT Odenwald zudem eine große Bandbreite an funktionellen und optischen Oberflächenveredelungen anbieten. Die steigende Nachfrage nach den Leistungen des Unternehmens ließ den Maschinenpark am Standort Erbach zuletzt so stark wachsen, dass in der TARTLER Group schon 2025 die Entscheidung zur Investition von etwa 3,5 Millionen Euro zum Bau eines neuen Produktionswerks fiel. Dessen Inbetriebnahme steht nun kurz bevor – aktuell installiert man vor Ort noch ein neues Dreh- und Fräszentrums von MAZAK für die integrierte 5-Achsen-Simultanbearbeitung. Dank Roboterautomation ermöglicht es den mannlosen Betrieb und die Komplettbearbeitung von Dreh-Frästeilen auf einer einzigen Maschine. „Daraus folgt unter anderem eine Reduzierung der Taktzeit, wodurch wir die Prozesskette verkürzen und die Planung verschlanken können“, sagt Philip Saul, Technischer Leiter von ZT Odenwald.

Steht kurz vor der Inbetriebnahme: Das neue Werk von ZT Odenwald, einem Unternehmen der TARTLER Group.

Hochautomatisierte und KI-gestützte Effizienz

Das neue Werk von ZT Odenwald besteht aus zwei Hallen mit je 460 Quadratmeter Produktionsfläche und einem dazwischen eingebundenen Mitteltrakt, in dem der Verwaltungsbereich untergebracht ist. Alle Prozesse sind in hohem Maße automatisiert und nach neusten Erkenntnissen der modernen Fabrikplanung sowie unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsprinzipien angelegt. „Wo es Sinn macht und die Abläufe beschleunigt, nutzen wir zur Effizienzoptimierung auch Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz“, sagt Philip Saul.

Die Leistungsfähigkeit des neuen Werks ist auf eine jährliche Kapazität von bis zu 300.000 Komponenten ausgelegt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Konstruktion und Fertigung von Prototypen, Vorserien, Einzelstücken sowie Serienteilen in kleinen und mittleren Losgrößen. Damit trifft ZT Odenwald sehr genau die Bedarfslage vieler Maschinen-, Anlagen- und Apparatebauer in der Fluidtechnik, in der Lebensmitteltechnik und in der Luftfahrtindustrie. „Starke Nachfrage verzeichnen wir derzeit auch aus Kreisen des allgemeinen Maschinenbaus sowie von Herstellern von Automatiktürensystemen“, berichtet Philip Saul. Für viele Kunden übernimmt das Unternehmen zudem die Laserkennzeichnung der gefertigten oder von den Kunden angelieferten Bauteile.
Das Qualitätsmanagement von ZT Odenwald ist nach DIN ISO 9001 zertifiziert und zur Qualitätssicherung in der Produktion setzt das Unternehmen hochpräzise Messsysteme ein, die ein hauptzeitparalleles und mikrometergenaues Voreinstellen der Werkzeuge ermöglichen. Abgesehen davon durchläuft jedes Werkstück nach der Fertigung eine Genauigkeitsprüfung unter Einsatz taktiler und berührungsloser Messtechnik. Auf Wunsch erhält der Kunde dazu Erstmuster-Prüfberichte (EMPB) gemäß VDA sowie Prüfprotokolle. Punkten kann ZT Odenwald außerdem mit seinem Service der Sofortkalkulation auf der Basis von 3D-Daten (Step). Hierbei erhält der Kunde schon in der Frühphase einer Produktentwicklung einen Überblick über die zu erwartenden Kosten. Das spart Zeit und zeigt rechtzeitig Optimierungspotenziale auf.

Freier Raum für Innovationen

Die in Michelstadt errichteten, neuen Produktionshallen bieten nicht nur ZT Odenwald beste Voraussetzungen zur weiteren Expansion, sondern schaffen zugleich auch dringend benötigte Freiräume bei der TARTLER GmbH. „In letzter Konsequenz stärkt der Neubau von ZT Odenwald die ganze Gruppe“, sagt Firmenchef Udo Tartler. Konkret bedeutet das unter anderem, dass nun Platz frei wird, um neue Ideen zur Modulbauweise jener Anlagen umzusetzen, die TARTLER zum Dosieren, Mischen und Applizieren von Kunstharzen entwickelt und herstellt.

Zu den Stärken von ZT Odenwald gehört die Realisierung komplexer Zerspanungsteile, bei deren Herstellung hohe Anforderungen an die Genauigkeit zu berücksichtigen sind. Fertigungstechnisch konzentriert sich das Unternehmen auf das Fräsen, Drehen und Lasern.

„Wo es Sinn macht und die Abläufe beschleunigt, nutzen wir in unserem neuen Werk zur Effizienzoptimierung auch Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz."

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